Corona, wie soll es weiter gehen?

Corona, wie soll es weiter gehen?

Die Corona-Pandemie und deren Überwindung sowie deren Auswirkungen sind derzeit das bestimmende Thema in weiten Teilen der Bevölkerung.

Die Frage, wie wir diese Krise überwinden und deren Folgen auf ein erträgliches Maß reduzieren, sind allgegenwärtig. Kurz, wie und wann können wir ein Höchstmaß an uns gewohnter Normalität erreichen?

Wie in jedem Bereich unseres Zusammenlebens gibt es unterschiedliche Lösungsansätze. Ist das Vorgehen der Entscheidungsträger zu forsch, zu zögerlich oder ist es genau richtig? Diese Frage stellen sich viele von uns. Die Beantwortung fällt auf Grund von individuellen Ansichten und Lebensumständen sehr differenziert aus! 

Daher möchten wir, der Vorstand des CDU-Stadtverbandes Haldensleben, Ihnen nachfolgend kurz unsere Einschätzung zu den bisherigen Maßnahmen der Entscheidungsträger darlegen und unseren Blick mit Ihnen gemeinsam in die Zukunft richten.

Es wurde viel im Kampf gegen eine überschnelle Ausbreitung des Corona-Virus erreicht. Zu verdanken ist das dem konsequenten Vorgehen der Bundes- und Landesregierung, aber auch der örtlichen Verwaltungen und Gesundheitsämter. Die COVID-19 Maßnahmen wurden in notwendigem Maße beschlossen und umgesetzt. 

Ist Deutschland auf Grund seiner föderalen Strukturen im Kampf gegen COVID-19 ein Flickenteppich? 
Ja!
Ist dieses im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19 hinderlich?
Nein! Die notwendigen Maßnahmen zur Abwendung der gesundheitlichen Risiken für die in Deutschland lebenden Menschen sind in jedem Bundesland, ja sogar in jeder Region, verschieden. Darauf ist Rücksicht zu nehmen!

Denn:
Die Beschränkungen der ansonsten als selbstverständlich betrachteten Rechte basierend auf unserem Grundgesetz sollten mit Augenmaß und zeitlich abschätzbar getroffen werden und wirken, ohne die Gesundheit der Menschen, insbesondere der Risikogruppen, leichtfertig zu gefährden.

Wie soll es in der Zukunft weiter gehen? 

Solange noch keine wirksamen Impfstoffe oder Medikamente zur Verfügung stehen, werden wir die weitere Ausbreitung nicht stoppen können. Unser Ziel muss es weiterhin sein, die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 gering zu halten. Wir alle sind angehalten dazu beizutragen, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, um den Weg der Lockerungen weiter gehen zu können. Im Weiteren sind, so wie zur Verfügung stehend, flächendeckend Antikörpertests durchzuführen, um den Grad der Immunisierung zu ermitteln. Basierend auf diesen Ergebnissen sind die Entscheidungen für weitere Maßnahmen zu treffen. 

Es ist davon auszugehen, dass private Unternehmen in naher Zukunft ihre Investitionen noch einmal auf den Prüfstand stellen werden. Daher wird den Kommunen in Zukunft eine entscheidendere Rolle bei der Unterstützung der regionalen Wirtschaft zukommen. 

Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass geplante Bau- und Investitionsvorhaben durchgeführt werden. Das gilt insbesondere bei bereits länger geplanten Vorhaben oder jenen, die eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen. Diese dürfen nicht vorschnellen Entscheidungen oder überambitionierten Streichlisten zum Opfer fallen. Das bedeutet für die Stadt Haldensleben, dass die von der zurzeit verhängten Haushaltssperre betroffenen investiven Maßnahmen möglichst ohne Zeitverzögerungen durchzuführen sind. Für die Umsetzung der beitragspflichtigen Bauvorhaben wird auch weiterhin durch den Stadtverband Haldensleben auf die Landtagsfraktion der CDU des Landes Sachsen-Anhalt dahingehend eingewirkt, dass die Ausbaubeiträge zeitnah abgeschafft werden. Danach sind diese Maßnahmen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel ebenfalls durchzuführen. 

Der Handel und das Gast- und Hotelgewerbe sollen kurzfristig unter Einhaltung von notwendigen Hygienemaßnahmen im Ganzen für alle Teile der Bevölkerung und Touristen geöffnet werden.

Zum Abschluss noch zum Bereich Kitas und Schulen. Das Interagieren der Kinder und Jugendlichen untereinander ist ein äußerst wichtiger Baustein bei der persönlichen Entwicklung derer. Daher ist es unverzichtbar, dass die Kitas und Schulen möglichst zeitnah, spätestens aber zu Beginn des nächsten Schuljahres, den Vollbetrieb wieder aufnehmen. Nur dann können Eltern, welche zurzeit nicht in den Genuss der Notbetreuung kommen, uneingeschränkt ihrem Beruf nachgehen. Nicht für jeden ist es machbar von zuhause zu arbeiten. Die geplanten Schließzeiten der Kindertageseinrichtungen sollen in diesem Jahr ausgesetzt werden, da ein Großteil der Eltern der nicht betreuten Kinder ihren Urlaub bereits zur häuslichen Betreuung einsetzen mussten.

Werte Damen und Herren, die Gefährdungen durch die COVID-19 Erkrankungen sind bei weitem noch nicht aus der Welt! Daher bitten wir Sie eindringlich:

halten Sie Abstand zu anderen Personen,
halten Sie die Hygieneempfehlungen des RKI ein,
denken Sie an ältere und kranke Menschen und unterstützen Sie diese,
und vor allem 

bleiben Sie vor allem Gesund!

Der Vorstand des Stadtverbandes der CDU HaldenslebenThomas Seelmann
Eileen Koch
Christian Schrader
Ann Fabini
Enrico Keil
Tim Teßmann
Mario Schumacher